Was lerne ich aus dem Leben meines Vaters?

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Über meinen Vater zu schreiben fällt mir besonders schwer.
Einerseits war er mein Erzeuger und zeitweise auch ein Vater für mich. Andererseits war sein Leben geprägt durch den übermäßigen Genuss von Alkohol mit seinen vielen negativen Seiten.

Ich bin persönlich davon überzeugt, dass die Kindheit prägend für ein ganzes Leben ist. Somit haben die Personen die uns erziehen, begleiten und vorleben einen sehr großen Stellenwert für unser gesamtes weiteres Dasein.

Deswegen finde ich es wichtig, dass mann darüber nachdenkt und versucht es aufzuarbeiten.

Eine Form des Aufarbeitens ist auch das Niederschreiben!

Mein Vater wurde in eine wohlhabende Familie hinein geboren. Als einziger und ältester Sohn hatte er den alleinigen Anspruch auf die Firma meines Großvaters. Leider verstarb dieser sehr früh und unerwartet an Krebs. Dieser Umstand mag einen gewaltigen Druck auf meinen Vater ausgeübt haben, dennoch war er zu diesem Zeitpunkt Vater zweier Kinder.

Anstatt die Meisterprüfung zu absolvieren, verlor er sich im Alkohol. Im alkoholisiertem Zustand neigte mein Vater zu aggressivem Verhalten und dies auch in unserer Gegenwart. Meine Mutter hatte nach vielen Jahren den Mut sich scheiden zu lassen. Es war nicht leicht für meine Mutter, da sie von nun an, mit zwei Kindern auf sich alleine gestellt war. Dennoch hat sie es geschafft uns in eine bessere Zukunft geführt.

Meines Vaters Weg ging weiter steil bergab und endete im Betrug und letztendlich im Gefängnis. Der Alkohol war sein ständiger Begleiter und schlussendlich, nachdem Gefängnisaufenthalt, verließ er Österreich um das „große Geld“ in Griechenland zu machen. Der Wunsch schnell zu Reichtum zu kommen, verfolgt ihn sein ganzes Leben. Ich kann nur mutmaßen, dass der Erfolg seines Vaters hier eine Rolle gespielt hat.

Vor einigen Jahren verstarb mein Vater alleine, alkoholsüchtig und fern der Heimat durch einen Verkehrsunfall. Wir wurden durch die Österreichische Botschaft in Griechenland über den Tod informiert. Seine leiblichen Überreste wurden auf einem Armenfriedhof in Athen beigesetzt.

Nicht alles im Zusammenhang mit meinem Vater war negativ! Es gibt auch positive Erinnerungen.

Was soll ich nun für mich aus diesem vergangenen Leben mitnehmen?

Mein Resümee

Primär ist für mich der Genuss von Alkohol mit Vorsicht zu genießen. Ich bin nicht absolut abstinent, aber ich trinke sehr selten Alkohol.

Man kann so lange es nicht eine Krankheit ist, sein Leben beinahe zu jedem Zeitpunkt ändern. Hierbei ist der Wille ein wichtiger Faktor und man braucht jemanden den man sich anvertrauen kann, diese Personen findet man meistens in der Familie und/oder im Partner.

Das Leben ist wie eine Achterbahn, geprägt durch Hoch und Tiefs, diese bewältigt man zu zweit viel leichter.

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